Great Alpine Road

Am 07.04. soll es wieder auf Strecke gehen, alle sind noch etwas erschöpft, es hätte ruhig etwas mehr Pause sein dürfen. Die Fahrt beginnt unspektakulär, fast langweilig, nach ca. 100 Kilometern erreichen wir aber die Grand Ridge Road, 100 Kilometer Schotterpiste mitten durch sog. kalten Regenwald, mannshohe Farne, riesige Eukalyptus-Bäume, unglaublich lange Lianen.

Die Beschilderung wird mager, die Gruppe ist plötzlich in vier Teile aufgeteilt; beruhigen, taktisches Kalkül, Überprüfen auf Karten, Versuch zum Nutzen des Handys. Wir haben Glück, alle finden wir uns wieder und erreichen nach gerade angebrochener Dunkelheit das Hotel. Diese Etappe war anstrengend, auf der Schotterpiste stürzte Sabine bei langsamer Fahrt, das Motorrad nahm Schaden, sie erfreulicherweise nicht. Bei Ankunft im Hotel kippt Kalle im Stand um, Krampf im Bein, keine Blessuren für seine Sozia Lena und für ihn, auch kein Materialschaden.

Die nächsten drei Tage verbringen wir in den Bergen, fahren die Great Alpine Road und sammeln Eindrücke wie in Norditalien oder in der Toscana. Um Corryong erkunden wir eine wundeschöne Hügellandschaft, Wälder, Hochmoore und steppenartige Ebenen, lassen uns von Kakaduschwärmen, Kängurus und Wombats beeindrucken, wiederum diese grün-buntgefärbten Papageienvögel mit ihren charakteristischem Sing-Sang und Geräuschen. Auch brennt es hier, aber das sind – als Lehre von den Aborigines übernommen – kontrollierte kleine Feuer, die der Ausbreitung größerer Feuer mangels Nahrung entgegen wirken sollen. Wir genießen einige Ruhestunden in dem wunderschönen Hotelgarten, ein bisschen Herbststimmung macht sich breit, „Indian Summer“ und roter Sonnenuntergang auf dem roten Kontinent.

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